Phosphates 2020: Meet the Glatt Experts and learn more abut PHOS4green

Richtfest zu einer in Deutschland bislang einmaligen Produktionsanlage

08.03. - 10.03.2020
Paris Marriott Rive Gauche, Paris, Frankreich

Dieser P-Recovery-Prozess ist marktreif:

Auf der 13. CRU Phosphates, dem jährlichen Treffen für Experten der Düngemittel- und Futtermittel- und Industriephosphatindustrien, stellt Glatt ein abfallfreies Verfahren vor, das den Phosphor aus Klärschlammasche zu gebrauchsfertigen, hochwertigen Düngemitteln recycelt. Das marktreife Verfahren erfüllt die gesetzliche Verpflichtung der Düngemittelverordnung (DüMV), die Entsorgungsunternehmen zur Phosphorrückgewinnung verpflichtet, und kann Phosphor aus der Asche von verbranntem Klärschlamm zurückgewinnen.

Im ersten Schritt des zweistufigen PHOS4green-Prozesses wird aus der phosphathaltigen Asche, einer Mineralsäure (z. B. Phosphorsäure) und - je nach Ziel -weiteren Komponenten eine Suspension hergestellt. Diese Säurebehandlung schließt die Asche auf und wandelt unlösliche Phosphate in eine Form um, die von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Im zweiten Schritt wird die Suspension in einen Wirbelschichtgranulator gesprüht. Während die Flüssigkeit verdampft, wächst das Granulat, bevor es ausgetragen wird. Das Produkt wird gesiebt, um Granulate der gewünschten Größe von über- und unterdimensionalen Feststoffen zu trennen, die in den Granulator zurückgeführt werden. Auf diese Weise veredelt die  Sprühgranulation in der Wirbelschicht das aufgeschlossene Phosphat zu einem marktfähigen Düngergranulat. 

"Das Verfahren recycelt 100% der Asche", sagt Jan Kirchhof, Senior Sales Manager Process and Plant Engineering bei Glatt. "Durch die flexible Anpassung der Rezepturen kann eine Vielzahl von Düngemitteln, auch komplexe Sorten (NP, PK, NPK), hergestellt werden, die als neue Produkte auf den Markt gebracht werden können", sagt er.

Das Verfahren wurde an verschiedenen Schlammaschen aus Monoverbrennungsanlagen in einer Pilotanlage im Glatt Technologiezentrum in Weimar getestet. Die Pilotanlage kann ca. 60 kg/h Standarddünger produzieren. Für die erste große kommerzielle Anlage, die sich derzeit in Realisierung befindet, wurden bereits mehrere Engineering-Phasen abgeschlossen.

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